Usbekistan, ein zentralasiatisches Land mit wechselvoller Geschichte, umfasst trotz der Vorherrschaft von Trockenregionen eine Vielzahl reizvoller Lebensräume. Dazu gehören neben Steppen, Halbwüsten und Wüstenbereichen die höheren Gebirgslagen mit Wildobst- und Wacholderbeständen, großräumiges Weideland und flussbegleitende Auwälder. Die dramatischsten Umweltveränderungen finden sich im Südteil des Aralsees, der zu Usbekistan gehört. Vor zehn Jahren hat sich Usbekistan zum Ausland stark geöffnet und setzt auch in der Wissenschaft verstärkt auf internationale Zusammenarbeit.
Als Fachzeitschrift der GfÖ steht Basic and Applied Ecology (BAAE) seit über 25 Jahren für hochwertige internationale Forschung zu ökologischen Grundlagen und Anwendungen in Theorie und Praxis.
Die europäische Ökologie verfügt bereits über das Wissen, die Kreativität und die Vielfalt, die sie braucht. Unsere Aufgabe für die kommenden Jahre ist es, die Strukturen zu schaffen, die diese Stärken miteinander verbinden.
Weiterlesen: European Ecological Federation: Ökologie ohne Grenzen
Der Wissenstransfer von erfolgreichen Methoden der ökologischen Renaturierung war noch nie so wichtig wie heute. Insbesondere vor dem Hintergrund der Wiederherstellungsverordnung mangelt es in Europa nach wie vor an qualifizierten Fachkräften. Im Rahmen des TEAM#UP Projektes arbeiten wissenschaftliche Partner, Unternehmen und gemeinnützige Organisationen aus Belgien, Deutschland, Norwegen, Spanien und Tschechien mit Berufs- und Fachschulen zusammen, um Wissen über ökologische Renaturierung in die Lehrpläne zu integrieren. Wir suchen weitere Berufs- und Fachschulen in ganz Deutschland, um dieses Wissen in die Lehrpläne für angehende Land- und Forstwirte sowie Garten- und Landschaftsbauer zu integrieren.
Wie können wir die Folgen politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen für die Biodiversität vorhersagen? Das neue Helmholtz-Projekt TripleBird entwickelt prädiktive Werkzeuge, um solche Entscheidungen bewerten zu können, die auf hochaufgelösten, langfristigen Vogel-Monitoring- und Umweltdaten basieren. Ziel ist es, eine Brücke zwischen ökologischer Grundlagenforschung und den praktischen Bedürfnissen von Entscheidungsträger*innen in Politik, Wirtschaft und Naturschutz zu schlagen und so den Weg in eine naturpositive Zukunft zu weisen.
Ein Viertel der Arten Baden-Württembergs auf einer winzigen Fläche: Der Spitzberg bei Tübingen zählt zu den bedeutendsten Biodiversitäts-Hotspots des Landes. Ein neues Projekt soll dazu beitragen, diesen einzigartigen Naturraum für kommende Generationen zu bewahren.
Die Europäische Kommission plant mit dem „Omnibus-Paket X zur Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln“ eine umfassende Reform der EU-Pestizidregulierung. Ziel des Gesetzespakets ist es, Verwaltungsverfahren zu vereinfachen und den bürokratischen Aufwand zu reduzieren. Ein internationales Forschungsteam aus 27 europäischen Forschungseinrichtungen warnt jedoch in einem aktuellen Beitrag im Policy Forum der Fachzeitschrift Science, dass zentrale Schutzmechanismen der bestehenden Regulierung geschwächt werden könnten.
Mithilfe von Satellitenbeobachtungen zeigen wir, dass es inzwischen möglich ist, phänologische Dynamiken über mehrere Jahre hinweg für Tausende einzelner Bäume zu verfolgen. Dieser Ansatz hat es uns ermöglicht, eine bislang unbekannte Verteidigungsstrategie von Eichen zu identifizieren, die auf einem zyklischen räumlich-zeitlichen Mosaik der Austriebszeitpunkte beruht. Vereinfacht gesagt verschieben jene Bäume, die in einem Jahr besonders stark von Herbivoren befallen werden, ihren Blattaustrieb im folgenden Jahr. Dadurch fehlt den Raupen genau dann die notwendige Nahrungsgrundlage, sodass sie verhungern.
Fünf Jahrzehnte deutsche Eingriffsregelung sind ein Meilenstein. Immerhin war sie weltweit eines der ersten Instrumente, um das Verursacherprinzip und den „No Net Loss“-Ansatz rechtlich zu verankern. Angesichts von Beschleunigungsgesetzen und steigender Flächenkonkurrenz steht die Regelung heute jedoch mehr denn je unter Druck. Während die Politik sie wegen einer oft bürokratischen Umsetzung als Investitionshemmnis kritisiert, bemängelt der Naturschutz, dass die Möglichkeit zur Kompensation als „Lizenz zur Zerstörung“ missbraucht werde. Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass die planerische Verankerung der Vermeidungskaskade eine internationale Pionierleistung war. Dass sie weltweit kaum wahrgenommen wird, liegt nicht zuletzt an erheblichen Vollzugsdefiziten in der Praxis. Im Kontext aktueller globaler Biodiversitätsstrategien und der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur liefert eine Bilanzierung der Eingriffsregelung jedoch entscheidende Impulse, um den reinen Kompensationsansatz hin zu einem messbaren, zukunftsfähigen „Biodiversity Net Gain“ weiterzuentwickeln.





