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Forschungsdaten in der Biodiversitätsforschung

Liebe GfÖ Mitglieder,

die DFG (Frau Dr. Teschke) bat mich, die angehängten Richtlinien zum Umgang mit Forschungsdaten in der Biodiversitätsforschung innerhalb unserer Gesellschaft zu verteilen. Dieser Bitte komme ich sehr gerne nach und betone, dass die GfÖ diese Initiative mit Nachdruck unterstützt. Es würde mich sehr freuen, wenn wir bei der Umsetzung eine Vorreiterrolle spielen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Volkmar Wolters

Die GfÖ Jahrestagung 2014 im Radio

1. „Invasion der Wühlbrigaden“

Der Deutschlandfunk berichtete unter dem Titel „Invasion der Wühlbrigaden“ über einen Beitrag zur Tagung in Hildesheim: hier. Hier ein Auszug aus der Berichterstattung: 

Von Volker Mrasek

In Nordamerika machen Regenwürmer als exotische Einwanderer von sich reden. Sie unterwandern die Wälder und krempeln das Ökosystem um. Wie die angestammte Tier- und Pflanzenwelt mit der Invasion umgeht, beschäftigte auch die Experten auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie. Regenwürmer haben eigentlich ein gutes Image. Sie durchlüften den Boden, machen ihn fruchtbarer, sind beliebt bei Gärtnern und Landwirten. Ganz anders denken Förster und Ökologen in Nordamerika über die Wühlbrigaden im Untergrund: "Es wird teilweise auch als Krebs des Waldes dort bezeichnet. Wenn man Regenwürmer einmal in einem Wald hat, wird man sie eigentlich nicht mehr los." Von einer regelrechten Invasion der Tiere in Nordamerika sprechen Experten wie Nico Eisenhauer, Bodenökologe und Professor am noch jungen Deutschen Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung in Leipzig. Rund um die großen Seen, an der Grenze zwischen Kanada und den USA, unterwandern Regenwürmer-Horden Ahorn-, Pappel- und andere Laubwälder. Es sind eingeschleppte Arten, die dort eigentlich nicht hingehören, so Eisenhauer:</p> <p>"Schätzungsweise 20 europäische. Auch ein paar asiatische Arten sind mittlerweile dabei. Es gibt richtige Invasionswellen. Also, es sind Dichten und Biomassen von Regenwürmern, die wir hier in Europa gar nicht gewöhnt sind. Die Welle schwappt durch diesen Wald durch und hinterlässt ein ganz anderes Ökosystem." [Quelle: Deutschlandfunk]

2. Interview mit Marten Winter

 

Die Top 10 der weltenbummelnden Pflanzen

IPBES-AG im GfÖ Ausschuss Internationales

ipbesAuf Initiative des GfÖ-Vorstands hat sich im Internationalen Ausschuss eine Arbeitsgruppe zur Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) gebildet.  

IPBES wurde ins Leben gerufen, um dem zunehmenden weltweiten Verlust von Biodiversität sowie der Degradierung von Ökosystemleistungen durch die Bereitstellung einer guten, wissenschaftlich fundierten Informationsbasis entgegenzuwirken. Als unabhängiges Gremium soll IPBES als Schnittstelle zwischen der wissenschaftlichen Gemeinschaft und Entscheidungsträgern in der Politik dienen. Das Sekretariat von IPBES wird in Bonn eingerichtet.

Das Ziel der GfÖ IPBES-AG ist es, die aktive Begleitung des IPBES-Prozesses durch die GfÖ und ihre Mitglieder zu fördern, insbesondere durch

1. Bereitstellung von Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten und Kommunikation der wichtigsten IPBES Prozesse

2. Strategische Beteiligung der GfÖ im IPBES Prozess

  • Teilnahme an internationalen IPBES Meetings (GfÖ hat akkreditierten Observer Status)
  • Beteiligung an nationalen IPBES Prozessen und Zusammenarbeit mit Ministerien
  • Koordination von Beiträgen, die aus der GfÖ kommen können

 

3. Unterstützung des IPBES Prozesses durch Vermittlung aktiver Beteiligung von GfÖ Wissenschaftlern

Dazu dient:

  • Kommunikation durch GfÖ Webseite, GfÖ Mitteilungen und die Mitgliederversammlung
  • Ausrichtung eines Symposiums oder Workshops zu IPBES Themen auf der GfÖ Jahrestagung
  • 2 AG Organisations-Treffen / Jahr
  • Zusammenarbeit mit GfÖ Arbeitskreisen
  • Ein Verteiler für alle, die sich für das Thema interessieren

Die IPBES-AG hat vor allem eine strategische Ausrichtung, um den Prozess der Beteiligung zu organisieren. Zur vertieften wissenschaftlichen Diskussion von IPBES-Themen für alle Interessierten wird eine mögliche Gründung eines IPBES-bezogenen Arbeitskreises im September 2014 auf der Jahrestagung erwogen.

Aktuell

  • IPBES Arbeitsprogramm 2014-2018 verabschiedet, siehe IPBES Webseite und Nefo Zusammenfassung
  • IPBES Nominierungs-Aufruf bis zum 28. Februar 14:
  • Offizieller Brief von Professor Zakri Abdul Hamid, IPBES Chair
  • Die deutsche Nominierung wird derzeit vom Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland koordiniert 
  • Social media links
  • Google group Stakeholder Forum on IPBES
  • LinkedIn group IPBES Engagement Forum / Facebook IPBES Seite
  • LinkedIn group "IPBES research" für alle Akteure, die über IPBES oder andere Wissenschaft-Politik-Schnittstellen im Biodiversitätsbereich forschen.

Kontakt IPBES-AG:

Dr Aletta Bonn
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH / UFZ
Permoserstrasse 15

04318 Leipzig

email: aletta.bonn(at)ufz.de

 

Dr Stefan Hotes
Phillips-Universität Marburg 
Institut für Ökologie
Karl-v.-Frisch-Str. 8
35043 Marburg 
email: stefan.hotes(at) biologie.uni-marburg.de

GfÖ 2014 in Hildesheim

Wir laden herzlich ein zur 44. Jahrestagung der GfÖ vom 8. bis 12. September 2014 an der Universität Hildesheim. Das Motto der Jahrestagung lautet: "Integrating ecological knowledge into nature conservation and ecosystem management". Es können bis zum 15. Februar 2014 Vorschläge für Sessions eingereicht werden. Die Homepage zur Tagung befindet sich hier: www.gfoe-2014.de

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